Die Kartoffelpflanze (lat. Solanum tuberosum) gehört zu den Nachtschatten Gewächsen (Solanaceae).
Außerdem ist sie ein einjähriges Kraut. Sie hat große, zerteilte Blätter und einen kantigen
Stängel.
Die Blätter, der Stängel, die Früchte, alle grünen Teile der Kartoffelpflanze sind
giftig, sie enthalten das Alkaloid Solanin. Die Blüten sind sternförmig und weiß, rosa oder
violet. Sie kommen Ende Juli. Die giftigen grünen Früchte sind etwa Kirschgroß und zählen zu den
Beeren, sie enthalten sehr viele Samen. Die unter der Erde wachsenden, bleichen Teile der
Kartoffelpflanze (Stolonen) bilden Ausläufer. Im Frühsommer verdicken sich die Enden dieser
Ausläufer und werden zu Knollen, den "Kartoffeln". Diese Knollen bilden das Vorratslager der
Kartoffelpflanze, in denen hauptsächlich die Stärke, die in den Blättern produziert wird,
gespeichert wird.
Die Kartoffel hat auf ihrer Oberfläche winzige Vertiefungen, wie kleine
Löcher, >>Augen<< genannt. Das sind die Knospen. Daran erkennt man, dass die Knolle vom Spross
gebildet wird, denn Knospen entstehen nur am Spross. Aus diesen winzigen Blattschuppen, mit
einer Achselknospe, wachsen im Boden junge Triebe, an ihnen bilden sich widerum Kartoffeln.
Jede Kartoffel hat eine Mutterknolle, das ist die Knolle, die der Bauer in die Erde gesetzt hat,
und aus der sich die Pflanze entwickelte. Diese Knolle kann man später auch noch sehen, sie ist
dann völlig verrunzelt, weil sie all ihre Energie in die Pflanze gesteckt hat.
Giftig sind nur die oberirdischen Teile und die Kartoffelkeime. Wenn Kartoffel-Knollen unter Licht gelagert werden, werden sie grün. Dann sind die Knollen durchaus auch giftig. Wie bei allen Nachtschattengewächsen kann der Genuss der als giftig beschriebenen grünen Pflanzenteile zu Erbrechen und Durchfall führen.
ACHTUNG : Bei schweren Vergiftungen sind optische Halluzinationen, Krämpfe und Angstzustände möglich.